Archiv zu ‘Speise und Trank’ Category

Sowas wie Thai-Curry

Sonntag, Januar 24th, 2010

Heute habe ich mal wieder gekocht. Was in letzter Zeit eher selten vorkommt wie ich zugeben muss. Aber das ist eine andere Geschichte und soll an anderer Stelle erzählt werden.

Es gab also ein Thai-Curry. Oder eher einen Eintopf nach „Thai-Art“. Oder vielleicht bekommt auch jeder Thai Tränen in den Augen wenn ich es nur so nenne. Wie auch immer: Es war lecker und daher hier das Rezept dazu.
Wie alle meine Rezepte handelt es sich bei Mengen- und Zeitangaben um sehr ungenaue Werte. Meist verzichte ich ganz darauf. Ich habe nie gelernt nach Rezept zu kochen oder auf Mengen zu achten. Macht es halt wie es euch passt.

Das braucht man:
Hähnchenbrust (oder Pute, oder Garnelen, was euch halt schmeckt. Mit Rindfleisch habe ich da noch keine Erfahrungen gemacht)
Kartoffeln, Karotten (wer mag auch rote oder gelbe Paprika)
Ingwerwurzel, frisch
Zitronengras, frisch
Knoblauch, frisch
Koriandergrün, frisch
(chinesische) Sojasauce
rote Curry-Paste (gibt es im Asialaden)
Kokosmilch zum Kochen
Gemüsebrühe
nach Bedarf Sambal Olek zum Nachwürzen

Zutaten für mein Thai-Curry

Zutaten für mein Thai-Curry

Jetzt geht es los:
Das Fleisch waschen, trocken tupfen und von Fettresten befreien, dann in mundgroße Stücke schneiden – wir wollen später weder Gabel noch Messer verwenden – und beiseite legen. Kartoffeln und Karotten schälen und ebenfalls in mundgroße Stücke schneiden und beiseite legen. Nun den Knoblauch und den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Das Zitronengras schälen und in ca. 8 cm lange Stücke schneiden. Diese der Länge nach halbieren. Sehen dann aus wie Frühlingszwiebeln, aber: Das Zitronengras wird später nicht! mitgegessen.

In einem ausreichend großem Topf etwas Öl oder Butter erhitzen. Geklärte Butter wird hier gerne genutzt oder auch Erdnussöl. Aber auch normales Sonnenblumenöl ist ausreichend. Nicht nehmen würde ich Olivenöl. Wenn das Öl heiß ist (Kochlöffelprobe: Ein hölzerner Kochlöffel muss Bläschen werfen) Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz anschwitzen lassen. Der Knoblauch darf nicht braun werden. Das Fleisch hinzufügen, kurz anbraten und mit etwas Sojasauce würzen. Nun das geschnittene Gemüse dazu, alles noch einmal kurz richtig aufflammen lassen und mit Brühe ablöschen. Die Brühe muss die Zutaten komplett bedecken. Die Hitze kann jetzt auf 2/3 reduziert werden. Nun auch das Zitronengras dazugeben, ebenso ca. einen Esslöffel der Currypaste darin auflösen. Diese Paste ist sehr würzig, also sparsam damit umgehen und lieber nach und nach mehr dazugeben.

Als nächstes die Kokosmilch untermischen. Die Menge davon sollte ungefähr der Menge Brühe entsprechen. Mit dieser Faustregel bin ich bisher gut hingekommen. Da Kokosmilch zum Kochen geeignet ist kann dies eigentlich jederzeit passieren. Ich persönlich mache es immer nach ca. 10 min Kochzeit. Jetzt kann ggf. noch einmal mit Curry-Paste nach gewürzt werden und muss das Ganze nur noch vor sich her köcheln lassen.

Da Curry kocht

Das Curry kocht

Die Garzeit beträgt ca. 30-40 Minuten. Je nach Größe der Fleisch- und Gemüsestücke. Wenn die sich die Kartoffeln leicht mit einer Gabel zerdrücken lassen ist meist auch alles andere gar. Wer will kann das Ganze nun noch mit Speisestärke oder Kartoffelpulver eindicken. In Schüsseln oder tiefen Tellern anrichten, mit dem gehakten Koriander bestreuen und sofort servieren. Dazu ausreichend viel Weißbrot servieren. Als Getränk eignet sich helles Bier, noch besser asiatisches Bier oder trockener Weißwein.

Das fertige Curry

Das fertige Curry

Lasst es euch schmecken.

Braune Champignons auf Safran-Risotto

Mittwoch, April 9th, 2008

Heute gibt es wieder ein leckeres und farbenfrohes Rezept. Dazu gibt es eine kleine, feine Einweisung in die hohe Kunst einfache Handhabung eines Risottos. Dazu werden wir eine leckere Champignon-Pfanne aus braunen Champignons machen. Das ist nicht nur lecker, nein, es schmeckt auch noch gut. Ausserdem kann man danach behaupten man hätte auch mal mit so „exotischen“ Zutaten wie Safran und Bärlauch gekocht. Los gehts.

Ein gutes Risotto braucht vor allem eine Zutat. Diese hat schon Autoren-Nahezu-Gott Douglas Adams treffend aufgezählt: Keine Panik! Tatsächlich ist ein Risotto zuzubereiten ungefähr so schwer wie das Anziehen von Schuhen mit Klettverschluss. Nur zwei Sachen braucht man wirklich: Reis und Zeit. Und wenigstens beim Reis bekommt ein Risotto doch noch seinem unrühmlichen Ruf nach ein Sorgenkind zu sein: Risottoreis muss es sein, sprich Arborio-Reis, über den selbst Wikipedia nicht mehr zu sagen weiss, als:

Arborio (auch Avorio) ist eine Reissorte, die vor allem in der Po-Ebene Italiens angebaut wird. Sie zeichnet sich durch ein kurzes, gedrungenes, ovales Korn aus. Sie wird vorzugsweise in Risotto verwendet. Quelle Wikipedia

Notfalls soll es auch mit Milchreis (also dem Korn, nicht dem Becher) klappen, vollkommen ungeeignet ist aber Langkornreis. Glücklicherweise gibt es Risottoreis (manchmal auch Paellareis) in so ziemlich jedem gut sortiertem Supermarkt.

Zuerst eine halbe Zwiebel in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem rohen Reis in etwas Olivenöl anbraten (Menge nach Packungstext, ca. 200 g). Sobald der Reis glasig wird mit etwas Weißwein ablöschen (trocken, ca. 1 Glas). Nach und nach, d.h. in mehreren Durchgängen, ca. 3/4 Lite r Gemüsebrühe hinzufügen und bei mittlerer Hitze einkochen lassen, nachgiessen, einkochen lassen etc. Dabei den Reis immer wieder umrühren, damit er nicht anbrennt. Der Reis ist gar wenn er schön matschig ist aber einen gewissen Biss hat. Genauere Angaben stehen sicher auf der Packung.

In der Zwischenzeit ca. 400g braune Champignons putzen und vierteln. In Butterschmalz eine rote Zwiebel (in Spalten) anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen, die Champignons hinzufügen und ebenfalls braten und würzen. Nach ca. 8-10 Minuten mit Weißwein ablöschen und 2-3 Blatt geschnittenen Bärlauch darüberstreuen, ein letztes Mal umrühren und 1 Minute ziehen lassen.

Wenn der Reis fertig ist die Herdplatte abstellen und ein Döschen gemahlenen Safran (gibts im Supermarkt direkt neben Gold und Platin im Gewürzregal) unterrühren. Fertig ist das leuchtend-gelbe Risotto. Risotto auf Teller anrichten und die Champignons daraufgeben. Dazu den Rest des Weißweines auch noch leeren.

Und so sieht es dann aus, oder anders, egal, schmecken solls.

Huhn auf Teriyaki-Art mit Sesamnudeln

Sonntag, April 6th, 2008

Als erstes Rezept hier eines, welches wir erst gestern ausprobiert und gleich ins Herz geschlossen haben. Die Mengenangaben sind hier schlicht die Menge die wir zu dritt weggeputzt haben. Ggf. muss die Menge also angepasst werden.

5 EL Sojasauce, 2 Knoblauchzehen (fein gehackt), ca. 1 EL Ingwer (frisch gerieben, oder gefriergetrocknet), Salz (ca. 1 TL) und 6-7 TL süßen Reiswein (Mirin) in einer kleinen Schüssel oder Tasse mischen und ca. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Was ist Mirin, wo bekomme ich es/ihn/sie?? – Mirin ist süßer Reiswein, man findet ihn im gut sortierten Asia-Laden, da wohl bei japanischen Zutaten. Mirin ist NICHT dasselbe wie Reisessig und auch nicht dasselbe wie Sake. Wer keinen Mirin bekommen kann, kann auch trockenen Sherry nehmen.

Währendessen ca. 600 g Hühnchenbrust in fingergroße Streifen schneiden und in einer Schüssel mit 2/3 der Marinade übergießen. Kräftig durchmischen (Hände kann man ja danach waschen, stellt euch nicht so an!), zudecken und 1 h ziehen lassen. Den Rest der Marinade aufbewahren.

In der Zwischenzeit Holzspieße wässern(Schaschlikspieße aus Metall müssen natürlich nicht gewässert werden). Nudelwasser aufsetzen, salzen, und dann im kochenden Wasser ca. 300g Nudeln nach Anleitung bissfest kochen. Es gibt dafür extra chinesische Eiernudeln. Wir haben Barillas Bavette (Nr. 13) genommen, das sind so etwas wie flachgedrückte Spaghetti, das hat auch super funktioniert. Die gekochten Nudeln abgießen, mit etwas Öl beträufeln -dann kleben sie weniger aneinander- und beiseite stellen. Die Nudeln werden später wieder aufgewärmt, also können sie ruhig auskühlen.

3 Möhren schälen und dann mit einem Sparschäler in sehr dünne Streifen schneiden, 2-3 Bund Frühlingszwiebeln waschen und in längs in dünne Streifen schneiden.
Ab hier geht alles recht schnell. Das Hühnchenfleisch auf die Spieße schieben und diese dann auf einem Grill oder in der Pfanne kräftig grillen/braten. Immer wieder mit der restlichen Marinade bestreichen. Fertige Spieße gegebenenfalls kurz warmstellen. Etwas Öl in einem Wok erhitzen, ein wenig gehackten Ingwer hinzufügen und kurz braten, dann das Gemüse hinzufügen und ganz kurz mitgaren. Die Nudeln hinzufügen und heiß werden lassen. Mit Salz, Sojasauce und etwas Chili würzen. Zum Schluss mit 2 EL gerösteten Sesamsamen bestreuen.

Nudeln auf Teller anrichten und mit 2-3 Spießen servieren. Dazu chinesisches Bier oder einen leichten Weißwein trinken.

Und so siehts dann aus. (Originalbild!)