Sowas wie Thai-Curry

Heute habe ich mal wieder gekocht. Was in letzter Zeit eher selten vorkommt wie ich zugeben muss. Aber das ist eine andere Geschichte und soll an anderer Stelle erzählt werden.

Es gab also ein Thai-Curry. Oder eher einen Eintopf nach „Thai-Art“. Oder vielleicht bekommt auch jeder Thai Tränen in den Augen wenn ich es nur so nenne. Wie auch immer: Es war lecker und daher hier das Rezept dazu.
Wie alle meine Rezepte handelt es sich bei Mengen- und Zeitangaben um sehr ungenaue Werte. Meist verzichte ich ganz darauf. Ich habe nie gelernt nach Rezept zu kochen oder auf Mengen zu achten. Macht es halt wie es euch passt.

Das braucht man:
Hähnchenbrust (oder Pute, oder Garnelen, was euch halt schmeckt. Mit Rindfleisch habe ich da noch keine Erfahrungen gemacht)
Kartoffeln, Karotten (wer mag auch rote oder gelbe Paprika)
Ingwerwurzel, frisch
Zitronengras, frisch
Knoblauch, frisch
Koriandergrün, frisch
(chinesische) Sojasauce
rote Curry-Paste (gibt es im Asialaden)
Kokosmilch zum Kochen
Gemüsebrühe
nach Bedarf Sambal Olek zum Nachwürzen

Zutaten für mein Thai-Curry

Zutaten für mein Thai-Curry

Jetzt geht es los:
Das Fleisch waschen, trocken tupfen und von Fettresten befreien, dann in mundgroße Stücke schneiden – wir wollen später weder Gabel noch Messer verwenden – und beiseite legen. Kartoffeln und Karotten schälen und ebenfalls in mundgroße Stücke schneiden und beiseite legen. Nun den Knoblauch und den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Das Zitronengras schälen und in ca. 8 cm lange Stücke schneiden. Diese der Länge nach halbieren. Sehen dann aus wie Frühlingszwiebeln, aber: Das Zitronengras wird später nicht! mitgegessen.

In einem ausreichend großem Topf etwas Öl oder Butter erhitzen. Geklärte Butter wird hier gerne genutzt oder auch Erdnussöl. Aber auch normales Sonnenblumenöl ist ausreichend. Nicht nehmen würde ich Olivenöl. Wenn das Öl heiß ist (Kochlöffelprobe: Ein hölzerner Kochlöffel muss Bläschen werfen) Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz anschwitzen lassen. Der Knoblauch darf nicht braun werden. Das Fleisch hinzufügen, kurz anbraten und mit etwas Sojasauce würzen. Nun das geschnittene Gemüse dazu, alles noch einmal kurz richtig aufflammen lassen und mit Brühe ablöschen. Die Brühe muss die Zutaten komplett bedecken. Die Hitze kann jetzt auf 2/3 reduziert werden. Nun auch das Zitronengras dazugeben, ebenso ca. einen Esslöffel der Currypaste darin auflösen. Diese Paste ist sehr würzig, also sparsam damit umgehen und lieber nach und nach mehr dazugeben.

Als nächstes die Kokosmilch untermischen. Die Menge davon sollte ungefähr der Menge Brühe entsprechen. Mit dieser Faustregel bin ich bisher gut hingekommen. Da Kokosmilch zum Kochen geeignet ist kann dies eigentlich jederzeit passieren. Ich persönlich mache es immer nach ca. 10 min Kochzeit. Jetzt kann ggf. noch einmal mit Curry-Paste nach gewürzt werden und muss das Ganze nur noch vor sich her köcheln lassen.

Da Curry kocht

Das Curry kocht

Die Garzeit beträgt ca. 30-40 Minuten. Je nach Größe der Fleisch- und Gemüsestücke. Wenn die sich die Kartoffeln leicht mit einer Gabel zerdrücken lassen ist meist auch alles andere gar. Wer will kann das Ganze nun noch mit Speisestärke oder Kartoffelpulver eindicken. In Schüsseln oder tiefen Tellern anrichten, mit dem gehakten Koriander bestreuen und sofort servieren. Dazu ausreichend viel Weißbrot servieren. Als Getränk eignet sich helles Bier, noch besser asiatisches Bier oder trockener Weißwein.

Das fertige Curry

Das fertige Curry

Lasst es euch schmecken.

Tags:

2 Responses to “Sowas wie Thai-Curry”

  1. Millus Says:

    Hört sich lecker an, aber für mich wohl tötlich. Ich habe eine Soja Allergie. :)

  2. Daniele Says:

    Die Sojasauce liesse sich bestimmt ersetzen, aber ich bin sicher in der Curry-Paste ist auch Soja.
    Nächstesmal ein Gericht ganz ohne Soja ;)