Archiv zu ‘Speise und Trank’ Category

Fenchel-Paprika-Gemüse (süsslich-würzig)

Sonntag, Dezember 4th, 2011

So böse, wie alle glauben, ist der Fenchel ja gar nicht. Hier ein kleines Rezept, mehr eine Rezeptidee, für ein erfolgreiches (Wieder)Kennenlernen. Gegessen bei meinem Patenkind, Wiedergabe nach eigenen Erinnerungen.
(Mengen- und Zeitangaben sind was für ein Kochbuch. Bei mir gilt: Richtig ist was schmeckt. … und keinen umbringt.)

Ihr braucht:
1-2 Knollen frischen Fenchel, sollte noch knackiges grün haben und nicht trocken sein
1-2 rote, gelbe oder orangene Paprika
2 Zwiebeln, Schalotten
eine Hand voll Oliven, grün oder schwarz, eingelegt oder natur
ein paar eingelegte Peperoni, milde oder/und pikant
Olivenöl

(weißer) Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer
Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian, Salbei) (getrocknete/TK-Mischungen gehen auch)
Zucker
flüssiger Honig, „was kräftiges“

Optional:
Möhren, Mandelstifte
(Nährwertangaben etc.: keine Kalorien (maximal!), Zubereitung ca. 30min + Abkühlen und über Nacht durchziehen lassen)

Fenchel-Paprika-Gemüse

Fenchel in feiner Verkleidung

Zubereitung:
Zwiebeln schälen und würfeln und in einem kleinen Topf in Olivenöl kurz anbraten. Währenddessen Fenchel und Paprika waschen und säubern. Beim Fenchel auch den Strunk und das grün entfernen. Beides in kleine Stück (ca. 2-3cm) schneiden und zu den Zwiebeln geben. Kurz bei großer Hitze braten (bräunt etwas) und dann mit gutem Schuss Balsamico-Essig ablöschen. Die Hitze reduzieren, etwas Zucker (1 EL) hinzugeben, salzen und pfeffern und mit Deckel ca. 15 min köcheln lassen.

(Die Menge Essig und Gewürze, sowie die Garzeit ist stark von der Menge das Gemüse abhängig. Aber ihr seid schon groß, ihr schafft das)

Der Fenchel sollte komplett glasig sein, die Paprika durchgegart aber noch nicht verkocht. Nun den Deckel abnehmen und die Hitze wieder erhöhen. Die Kräuter und den Honig (2 EL) hinzufügen und unter rühren solange weiter erhitzen bis fast alle Flüssigkeit verdampft ist.

Den Topf von der Platte/Flamme nehmen und alles sehr gut abkühlen lassen.

Die Oliven ggf. entkernen und klein kacken, die Peperoni klein schneiden. Beides unter die kalte Masse geben. Abschmecken (Fehlt noch was frisches Öl, Essig, Salz, Kräuter?) und in einem Tupperbehälter oder einem Einmachglas im Kühlschrank (z.B. über Nacht) lagern.

Serviervorschlag/Optionen:
Masse auf geröstetes Weißbrot geben. Wer mag kann auch dann noch etwas Feta-Käse drüber krümeln. Zu Fenchel und Paprika kann man auch von Beginn an zusätzlich eine Möhre (in Scheiben) geben, die Zubereitung bleibt die gleiche. Wer mag kann der Masse kurz vor dem Servieren mit ein paar Mandelstiften noch ein kleinen Knack geben.

In diesemSinne, lasst es euch schmecken, D.

Cocktailtour durch Köln

Samstag, Juli 23rd, 2011

Brauhaustouren sind in Köln ein alter Hut, etwas Neues muss her. Zum Beispiel die gestrige Cocktail-Tour, diese war zwar in ihrer Art nicht die Erste die stattgefunden hat, aber es war meine erste Tour und sie hat Spaß gemacht. Aber der Reihe nach:

Bei der Cocktail-Tour (Köln) geht es eigentlich darum verschiedene Bars in Köln kennen zu lernen. Gerade neue Bars versuchen sich so auf dem Markt zu etablieren, immerhin sind (Cocktail-)Bars in Köln nun wahrlich keine Mangelware. Damit die Gäste auch in die bestimmten Läden kommen, versüßen die Betreiber einem das ganze mit einem Cocktail. Dieses Jahr haben 12 verschiedene Locations mitgemacht, was auch bedeutet man konnte bis zu 12 Cocktails trinken. Und das alles für einen Ticketpreis von 18€ inklusive dem Eintritt bei den Abschlussfeiern im Kölner Nachtflug und dem La Croque. In vielen Läden waren die Cocktails etwas kleiner als die Cocktails die sonst serviert werden, auch war der Cocktail jeweils vorgegeben. Aber immerhin: Die Mischung hat gestimmt. Es war kein Cocktail doppelt und für jeden Geschmack war etwas dabei. (weiterlesen …)

Blitz(eis)post

Dienstag, Juni 28th, 2011

Auf dem Heimweg hab’ ich mich ihr ergeben: der Lust nach Eiscreme. Also rechts ran gegangen, angestellt und wenige Augenblicke später waren 3 Kugeln Eis mein. „Gejagt“ habe ich die kleinen Scheißerchen an der „früher mal Eiscafe Venezia, jetzt weiß ich den Namen nicht, aber die an der Ecke Schilling-/Neusser Strasse“- Gelateria. Über den Preis von 1€ pro Kugel kann man sich auch nicht beschweren. Die Auswahl ist mit ca. 20 Sorten groß, bleibt aber jederzeit überschaubar. Einige „look at that!“-Sorten sind auch dabei. (weiterlesen …)

Bei Grün (rein) gehen, bei Rot (draussen) stehen

Freitag, Mai 20th, 2011

Es ist nun also beschlossen: Die Restaurant-Ampel, auch Gastro-Ampel genannt, kommt. Dies hat die Verbraucherschutzminister-Konferenz am 19.05.11 beschlossen. Diese “Ampel” soll dem geneigten Besucher eines Gastronomie-Betriebs bereits an der Eingangstür Auskunft darüber geben, wie es hier um Qualität und vor allem Hygiene so steht. Ein Fest für Verbraucherschützer und Verbraucher. Aber ist es wirklich so einfach? Gibt es dann demnächst nur noch saubere, hochklassige Betriebe? (weiterlesen …)

Es gibt Kuchen

Mittwoch, März 16th, 2011

Premiere: Ein Kuchenrezept von mir. Noch eine Premiere: Ich habe es noch nie ausprobiert und getestet bevor ich es verbreite. Uuuuund noch eine Premiere: Es gibt diesen Kuchen (noch) gar nicht, es ist ein theoretisches Rezept, entstanden, herangereift und vollendet in meinem kleinen Kopf. Angefangen hat es mit einem kleinen Scherz der schnell zu einem leckeren Hirngespinst herangewachsen ist. Da es sich nur um ein „theoretisches“ Rezept handelt gibt es keine Mengenangaben, keine Zeitangaben und auch keine Garantie ob es funktioniert und/oder schmeckt. Aber es klingt verdammt lecker.

Der Boden
Der Boden besteht in diesem Traum aus Schokokeksen. Diese müssen zerbröselt werden. Dazu füllt man sie am Besten in einen Gefrierbeutel und nutzt ein Nudelholz oder eine Flasche zum zerkleinern. Keine Angst, es ist besser die Stückchen werden zu klein als dass sie die einzelnen Brocken noch zu groß sind. Nur so kann der Boden nachher genügend Flüssigkeit aufnehmen.
Die Kekskrümel in eine Schüssel geben und mit etwas zerlassener Butter (oder einem veganen Ersatzfett) zu einer teigähnlichen Masse vermengen. Diese nun in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und einen gleichmäßigen Boden formen. Dieser sollte ca. 1,5cm bis 2cm dick sein und mit einem Löffel angedrückt werden. Am besten sorgt man dafür dass der Boden am Rand ca. 0,5 cm höher ist. Den Boden in den Kühlschrank stellen.

Das Topping
Für eine normale Springform braucht man wahrscheinlich ca. 500g Erdbeeren. Diese sollten schön rot und süß aber noch recht fest sein. Die Beeren halbieren und in eine Schüssel geben. Mit etwas Zucker, dem Mark einer halben Vanillieschote und einem Schuss Lavendelblütensirup vermengen. Ca. 20 min durchziehen lassen.
Danach die Erdbeerhälften auf dem (kalten) Boden verteilen. Den Saft aufbewahren, er wird später noch gebraucht. Dabei auf eine schöne Optik achten. Nach Wunsch können die Erdbeeren noch mit rotem Tortenguss fixiert werden. Bei der Zubereitung von diesem ebenfalls etwas Wasser durch Lavendelblütensirup ersetzen. Gegebenenfalls den Tortenguss im Kühlschrank fest werden lassen.

(Meiner Meinung nach sollte dieser Kuchen auch ohne Tortenguss funktionieren, gerade die Vegetarier und Veganer dürfte dies interessieren.)

Nun noch einen halben Becher Mascarpone mit etwa einem halben Becher süßer Sahne und etwas Puderzucker zu einer dicken Masse verrühren, welche nicht zu flüssig sein darf. Diese gleichmäßig auf den Erdbeeren verteilen. Abschließend den übrigen Erdbeersaft mit Puderzucker und etwas Zitronensaft verrühren und damit das Mascarpone-Topping verzieren.

ErdbeerenCookiesCream

Lecker? Das zeigt die Praxis!

Und, wer probiert diesen Kuchen mal aus und berichtet darüber? Theoretisch kochen macht auf jeden Fall schon mal Spaß, da man sich intensiv mit den zu erwartenden Geschmacks(kombinationen) auseinandersetzen muss. Diesen Kuchen würde ich aber jetzt gerne auch praktisch zubereiten und vor allem essen.

In diesem Sinne, wohl bekommt’s, D.

Bildnachweis:
Mascarpone,Erbeeren,Cookie